Titel: G. Rouvier's Herstellung von Patronenhülsen aus Papiermasse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 5 (S. 93–94)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi02_5

G. Rouvier's Herstellung von Patronenhülsen aus Papiermasse.

Zur Herstellung von Patronenhülsen aus Papiermasse formt G. Rouvier in Paris (* D. R. P. Kl. 54 Nr. 35144 vom 19. September 1885) zuerst aus derselben ein Bodenstück und wickelt um dieses dann das Hülsenrohr. Der Teig aus gemahlenem Papierstoff wird auf einer Fläche ausgebreitet und demselben hier- auf durch Saugapparate und rollende Filzwalzen das Wasser entzogen. Die noch feuchte Schicht wird dann in Streifen zerschnitten und jeder Streifen zu |94| einem Hülsenrohre gewickelt. Die Bodenstücke werden in der Weise aus dem Papierteige geformt, daſs derselbe in einen mit zwei Kolben versehenen Hohlcylinder gepreſst wird. Der eine Kolben hat ebene, der andere kegelförmige Bodenfläche und man erhält zwischen diesen beiden Kolben ein cylindrisches Papierstück, welches auf einer Seite eine kegelförmige Vertiefung besitzt. Von dieser Seite wird das Hülsenrohr aufgesteckt und dann die fertige Papierpatronenhülse noch zwischen einem festen Cylinder und einer diesen umhüllenden federnden Stahlhülse gepreſst. Dabei kann der Druck dieser Hülse durch stellbare Klemmfutter geregelt werden. Die so hergestellten Patronenhülsen sollen durch Eintauchen in Collodium undurchlässig gegen Feuchtigkeit gemacht werden.

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