Titel: Zur Verarbeitung von Bariumsaccharat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 10 (S. 143)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi03_10

Zur Verarbeitung von Bariumsaccharat.

Nach B. Wackenroder in Cöthen (D. R. P. Kl. 75 Nr. 35739 vom 4. December 1885) wird Bariumsaccharat in Wasser vertheilt und mit einem geringen Ueberschusse von Gyps gekocht. Die vom Bariumsulfat getrennte Lösung von Calciumtrisaccharat ist entweder mittels Kohlensäure sofort auf wässerige Zuckerlösung und kohlensauren Kalk zu verarbeiten, oder man verwendet sie zur Scheidung des Rübensaftes, namentlich in jenen Bezirken der Rübenzuckerindustrie, wo die Beschaffung des Kalksteins mit Schwierigkeiten verknüpft ist und wo hingegen Gyps leichter beschafft werden kann.

Oder man setzt das Sulfat von Magnesium, Aluminium oder Ammonium zu dem im Wasser vertheilten Bariumsaccharat, kocht kurze Zeit und filtrirt ab. Der Niederschlag besteht entweder aus Bariumsulfat und Magnesia bezieh. Thonerde, oder bloſs aus Bariumsulfat, sofern schwefelsaures Ammoniak angewendet wurde. In letzterem Falle ist das entwickelte Ammoniak in Absorptionsvorrichtungen aufzufangen.

Die auf die eine oder andere Weise erhaltene Zuckerlösung enthält überschüssig zugesetztes Sulfat, welches durch Kalkmilch in Gyps und Magnesiahydrat bezieh. in Gyps und Thonerdehydrat oder in Gyps und Ammoniak überzuführen ist.

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