Titel: M. Wiesner's Herstellung von Papierstuck.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 3 (S. 140–141)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi03_3

M. Wiesner's Herstellung von Papierstuck.

Zur Herstellung von erhabenen Verzierungen für Zimmerausstattungen u. dgl., sogen. Papierstuck, will M. Wiesner in Breslau (D. R. P. Kl. 54 Nr. 35309 vom 31. Oktober 1885) an Stelle des bisher verwendeten Papierstoffes (vgl. L. Groth 1882 243 497) Papierlagen, welche mit einem besonderen Bindemittel auf einander gepreſst werden, benutzen. Dabei sollen sich Preſsstücke bis zu 100mm |141| Höhe der erhabenen Stellen herstellen lassen, welche noch die feinsten Linien der Form zeigen. Die Pressung erfolgt auf bekannte Weise mit geheizten Formen und werden nur geschöpfte Papierbogen benutzt. Das Bindemittel ist eine Mischung von flüssigem Leim, Gyps, Schlemmkreide, etwas Siccativ und einigen Tropfen Schwefelsäure und es wird bei der Pressung immer die untere Papierlage mit dieser Mischung bestrichen. Dieses Bindemittel sichert den fertigen Preſsstücken namentlich eine groſse Härte. Die fertigen Preſsstüeke werden noch mit einer Schlemmkreidelösung bestrichen, um ein thonartiges Aussehen zu erlangen. Auch sollen die Preſsstüeke mit Atlasgewebe bei warmer Pressung und einem vorherigen Gelatineanstriche bezogen werden können.

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