Titel: J. Green's Behandlung von Schützentreibern mit Oel unter Druck.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 4 (S. 141)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi03_4

J. Green's Behandlung von Schützentreibern mit Oel unter Druck.

Die von den Fabriken und Händlern gelieferten Schützentreiber aus Büffelleder, welche sehr trocken sind, müssen vor ihrem Gebrauche in den Webstühlen erst einen gewissen Grad von Geschmeidigkeit erlangen, zu welchem Zwecke die vorher durch Aufhängen völlig ausgetrockneten Schützentreiber 3 bis 6 Monate lang in Oel gelegt werden. Diese lange Zeit ist insofern als ein Nachtheil anzusehen, als der Weber so spät nach dem Kaufe erst ein Urtheil über die Brauchbarkeit der gekauften Waare erhält und genöthigt ist, gröſsere Vorräthe, in denen Kapital steckt, zu halten. Zur Beseitigung dieser Umstände schlägt James Green in Blackburn nach dem Textile. Manufacturer, 1886 * S. 286 diese Behandlung der Schützentreiber mit Oel unter starker Pressung vor. Die trockenen Schützentreiber werden dabei in einen dicht geschlossenen Cylinder gelegt, in welchem durch eine Pumpe Oel mit einem Drucke bis zu 30at gepreſst werden kann. Bei einem Versuche wurden Schützentreiber etwa 3 Minuten lang einem solchen Drucke ausgesetzt und zeigte sich beim Durchschneiden der Lederlagen eine vollkommene gleichmäſsige Sättigung mit dem Oele. Es wird jedoch empfohlen, lieber einen niederen Druck anzuwenden und denselben länger, etwa 1 bis 2 Tage lang, anhalten zu lassen. E. J. Scott in Blackburn liefert die betreffenden Apparate.

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