Titel: Atwater's Elektromotor für Eisenbahnbetrieb.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 5 (S. 141)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi03_5

Atwater's Elektromotor für Eisenbahnbetrieb.

In seinem vorwiegend zum Betriebe von Eisenbahnfahrzeugen mittels Batterien oder Accumulatoren bestimmten Elektromotor (vgl. Reckenzaun 1886 260 * 305) wendet J. Bowman Atwater in Chicago (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 35185 vom 21. Oktober 1884) auf senkrechter Achse ein Rad mit einer entsprechenden Anzahl von E-förmigen Ankerstücken an, welches durch eine Anzahl von im Kreise um die Achse angeordneten, wagerecht, jedoch mit den Schenkeln über einander liegenden Elektromagneten in Umdrehung versetzt wird. Die festliegenden Elektromagnete sind in zwei abwechselnd vom Strome durchflossene Gruppen getheilt, von denen jede wieder aus zwei sich gegenüber stehenden Abtheilungen gebildet wird, um eine gleichmäſsige Krafterzeugung am Rade zu beiden Seiten der Achse desselben zu erzielen. Bei der Drehung streifen die Ankerstücke mit den beiden Oeffnungen des E über die beiden über einander liegenden Pole der Elektromagnete hin, wobei jeder Pol auf 3 Flächen des Ankers wirkt; diese Pole aber sind nach der einen Seite hin zu gebogenen und etwas kegelförmig zulaufenden Polschuhen verlängert, welche jedoch an der Spitze weiter von der Kreisbahn, in welcher die Anker laufen, entfernt sind als an der Stelle, wo der Polschuh in den Schenkel übergeht. Der Stromwechsel zwischen den beiden Gruppen der Elektromagnete wird mittels eines auf der Achse angebrachten Commutators in dem Augenblicke bewirkt, wo die Anker bei der Drehung gerade zwischen die Kerne der Elektromagnete gelangt sind, von welchen sie bisher angezogen worden waren.

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