Titel: Bestimmung des Phenoles in roher Carbolsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 7 (S. 183–184)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi04_7

Bestimmung des Phenoles in roher Carbolsäure.

Nach J. Toth (Zeitschrift für analytische Chemie, 1886 S. 160) gelingt es nicht, durch Lösen der rohen Carbolsäure in Wasser und Filtriren die theerigen Bestandtheile genügend abzuscheiden. Nach seinen Angaben werden daher 20cc der zu untersuchenden rohen Carbolsäure in ein Becherglas gegeben, mit 20cc concentrirter Kalilauge von 1,25 bis 1,30 sp. G. versetzt, gut durchgeschüttelt und stehen gelassen. Nach etwa ½ Stunde wird mit Wasser ungefähr auf 250cc verdünnt. Bei dieser Verdünnung scheiden sich die theerigen Bestandtheile der rohen Carbolsäure auf der Oberfläche des Wassers aus und können leicht durch Filtriren getrennt werden. Dann wird der Rückstand so lange mit lauwarmem Wasser gewaschen, bis sich keine alkalische Reaction mehr zeigt, was alsbald erreicht wird. Das Filtrat sammt Waschwasser wird mit Salzsäure bis zur schwach sauren Reaction angesäuert und auf 3l verdünnt, |184| Von dieser Lösung mischt man 50cc mit 150cc einer Lösung von 2g,04 bromsaurem Natrium und 6g,96 Bromnatrium in 1l Wasser, schlieſslich mit 5cc concentrirter Salzsäure. Nach 20 Minuten setzt man 10cc Jodkaliumlösung zu (125g KJ in 1l), läſst höchstens 5 Minuten stehen, gibt Stärkelösung hinzu und titrirt mit unterschwefligsaurem Natrium. (Vgl. Koppeschaar 1876 221 486.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: