Titel: Lichtenhainer Bier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 5 (S. 274)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi06_5

Lichtenhainer Bier.

Das in Jena so beliebte Lichtenhainer Bier ist bekanntlich sehr trübe und wird daher aus hölzernen Kannen getrunken. Nach J. Herz (Repertorium für analytische Chemie. 1886 S. 391) enthielt dasselbe in 100 Theilen:

Alkohol 3,02
Extract 3,22
Ursprüngl. Extract 9,16
Vergährungsgrad 64,85
Asche 0,128
Säure = Milchsäure 0,2376
Zucker (Maltose) 0,66
Dextrin 1,42.

Der Bodensatz enthält verschiedene Hefeformen, Essig- und Milchsäurepilze, Getreidereste sowie Krystalle von oxalsaurem Calcium. Anscheinend wird bei der stürmischen Gährung ein Theil der Milchsäure zu Oxalsäure weiter oxydirt. Es ist bemerkenswerth, daſs das Bier, trotz der verhältniſsmäſsig groſsen Mengen Hefe, Spaltpilzen und Oxalsäure gern getrunken wird.

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