Titel: Verfahren zur Herstellung von trockenem Alizarin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 13 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi07_13

Verfahren zur Herstellung von trockenem Alizarin.

Nach L. Heffter in Moskau (D. R. P. Kl. 22 Nr. 36289 vom 2. December 1885) erhält man ein Präparat, welches nach dem Trocknen bei der Zertheilung in Wasser die Färbekraft und die sonstigen Eigenschaften des „Alizarin en pâte“ hat, wenn man das 20 bis 30 procentige Alizarin so, wie es aus der Filterpresse kommt, zur Neutralisation der vorhandenen Säure mit Natronlauge versetzt, bis der gelbe Stich ins Bräunliche übergeht. Alsdann fügt man Essigsäure bis zum Wiedererscheinen der gelben Farbe des Alizarins hinzu und noch 2 bis 8 Procent (auf das Gewicht des trockenen 100 procentigen Alizarins berechnet) eines in Wasser löslichen Salzes, z.B. Chlorkalium, Chlornatrium, Chlorammonium, schwefelsaures Kali u. dgl. Die Wirkung beginnt schon, wenn 2 Procent dieser fremden Bestandtheile im trockenen Alizarin enthalten sind; sie ist vollendet und am schnellsten bei 8 Procent. Sobald nämlich Essigsäure und diese Salze dem Alizarin zugefügt worden sind, wird letzteres eine viel dickere Paste, als es war. In diesem Zustande wird es am besten bei nicht über 70° getrocknet.

Das so getrocknete Alizarin, eine sehr leichte, poröse, stückige Masse bildend, hat die Eigenschaft, von selbst, ohne gepulvert zu sein, mit Wasser benetzt zu Brei zu zerfallen, und ist, nachdem man es mit einem weichen Pinsel durch ein geeignetes Sieb gebracht hat, unmittelbar zum Färben und Drucken zu gebrauchen.

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