Titel: Edson's Verfahren zur Herstellung künstlichen Elfenbeines.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 6 (S. 314–315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi07_6

Edson's Verfahren zur Herstellung künstlichen Elfenbeines.

Eine Nachahmung geäderten Elfenbeines will J. B. Edson in Brooklyn (Oesterreichisch-Ungarisches Patent Kl. 39 vom 13. Mai 1886) durch Aufeinanderlegen zweier oder mehrerer dünner Lagen verschieden gefärbter Xylonite oder anderen aus Schieſswolle bereiteten Stoffen herstellen.

Vor Allem muſs das hörn artig durchscheinende Xylonit undurchsichtig gemacht werden, wozu man vor oder nach dem Walzen der Masse (vgl. 1884 254 231) dem heller zu haltenden Theile 2 bis 55 Gew.-Proc. und dem dunkler zu haltenden Theile 2,5 bis 60 Proc. Zinkweiſs beigefügt. Auſserdem setzt man jedem Theile 0,02 bis 0,005 Proc. gelben Farbstoff zu, welcher aus sog. Mediumchrom, Chromorange, hellem Zinnober oder Mackinaw-Zinnober bestehen kann, wobei man durch Beimengung ganz kleiner Dosen von Kobaltblau einen grünlichen |315| Stich erzielen kann. Die Menge des Zinkweiſszusatzes, sowie die Wahl des Farbstoffes richtet sich nach der Sorte Elfenbein, welche man nachmachen will. Nachdem jede Masse für sich zwischen Walzen so lange verarbeitet worden, bis sie die geeignete Zähigkeit angenommen hat, was etwa 30 Minuten erfordert, werden die Walzen auf eine Entfernung von etwa 1mm,5 eingestellt und die noch warme Xylonitmasse auf dünne Platten ausgewalzt. Eine gröſsere Anzahl solcher Platten aus beiden Massen wird abwechselnd über einander gelegt und durch Pressen oder Walzen unter Beihilfe von Wärme zu einem Blocke vereinigt, aus welchem man dann, wie aus Elfenbein, die verschiedenartigsten Gegenstände erzeugen kann.

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