Titel: Neill's Verfahren zur Bildung von Musterketten für Weberei.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 3 (S. 351–352)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi08_3

Neill's Verfahren zur Bildung von Musterketten für Weberei.

Um ein entworfenes Webmuster in verschiedenen Farben herzustellen, muſste bisher auf den Musterwebstühlen immer eine Kette in der gewünschten Farbe angeknüpft werden, wodurch für das Weben ein ziemlicher Zeitverlust entstand. R. G. Neill in Galashiels hat deshalb nach dem Textile Manufacturer, 1886 S. 96 in Vorschlag gebracht, auf dem Musterstuhle gleich eine längere Kette aufzubäumen, welche die verschiedenen Farben auf einander folgend enthält. Hierzu werden die kurzen, verschieden farbigen Ketten je am Anfange |352| und am Ende mit Fadenkreuz oder Gelese geschert und durch dieselben Ruthen gesteckt, welche unter einander mit Schnüren verbunden werden. Diese zusammenhängende Kette wird nun auf einen Baum gewunden und von letzterem ab auf den Kettenbaum des Musterwebstuhles gewickelt, bei welchem Vorgange das Anknüpfen oder Andrehen der Fäden erfolgt. Beim Weben muſs dann, um ein Aufdrehen und Lösen der einzelnen Kettenfäden zu vermeiden, die Kette sehr kurz hinter dem Geschirr zwischen zwei mit Gummi belegten Stäben gehalten werden. Die Anknüpfstellen der einzelnen Kettenstücke werden natürlich unverwebt durch das Geschirr gezogen.

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