Titel: Basische Schlacke als Düngemittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 5 (S. 446–447)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi10_5
|447|

Basische Schlacke als Düngemittel.

Die Thatsache, daſs gemahlene basische Schlacke als Düngemittel viel wirksamer ist wie gepulverte Phosphorite erklärt A. Stutzer (Repertorium der analytischen Chemie, 1886 S. 426) damit, daſs der vierbasisch phosphorsaure Kalk im Boden unter Aufnahme von Wasser in zweibasisch phosphorsauren Kalk und freien Kalk zerfalle: Ca3(PO4)2CaO + H2O = Ca2H2(PO4)2 + 2CaO. Eine untersuchte Schlacke aus Horde hatte folgende Procent-Zusammensetzung:

Phosphorsäure 29,85
Calciumoxyd 53,58
Eisenoxyd 6,68
Thonerde 1,32
Manganoxyd 1,53
Magnesia 1,23
Kieselsäure 4,55
Schwefelsäure 0,44
Schwefel 0,64

Rechnet man die Phosphorsäure auf vierbasisch phosphorsauren Kalk um, so ergibt sich, daſs vom Kalk 47,08 Proc. an Phosphorsäure gebunden sind, während der Rest des Kalkes (6,50 Proc.) gröſstentheils mit der Kieselsäure in Verbindung getreten sein dürfte.

Die zum Düngen verwendeten Schlacken sollen so fein gemahlen werden, daſs das Pulver gröſstentheils durch ein Sieb von 0mm,25 Lochweite hindurchgeht. Für die Prüfung auf Mehlfeinheit geeignete gelochte Messingsiebe liefert Universitätsmechaniker Apel in Göttingen. Drahtsiebe sind bequemer, aber nicht so genau.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: