Titel: Ueber die Frostbeständigkeit von Kalkmörtel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 5 (S. 493–494)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi11_5

Ueber die Frostbeständigkeit von Kalkmörtel.

Zur Prüfung der Frostbeständigkeit von Kalkmörtel stellte R. Dittmar (Centralanzeiger für Ziegelindustrie, 1886 S. 120) 25mm dicke starke Platten aus 2 Monate |494| altem gelöschtem Kalk (33,5 Proc. Glührückstand) und aus Kalkpulver (84,2 Proc. Glührückstand) mit 1 bis 9 G.-Th. Sand und der erforderlichen Menge Wasser her. Die Proben blieben 1 Monat lang in Zimmerluft, dann 1 Monat im Keller, wurden nun 6 Stunden lang in Wasser gelegt, um 3 Stunden einer Kälte von 7 bis 20° ausgesetzt zu werden. Nach dem Aufthauen wurden sie wieder der Kälte ausgesetzt, bis sie nach mehrmaliger Wiederholung dieser Behandlung zerstört waren. Die wesentlichsten Ergebnissen waren folgende:

Kalkbrei Kalkpulver
Kalk
Sand

Wasserauf-
nahme
%
Anzahl der
Gefriorg.
bis zur
Zerstörung

Wasserauf-
nahme
%
Anzahl der
Gefriorg.
bis zur
Zerstörung
1 : 1 17,03 8 20,05 7
1 : 2 12,00 9 17,17 9
1 : 3 8,83 12 15,08 über 13
1 : 4 8,56 12 12,57 desgl.
1 : 5 8,86 12 11,68 desgl.
1 : 6 8,93 7 11,10 12
1 : 7 9,60 6 10,00 10
1 : 8 10,65 6 10,10 10
1 : 9 10,20 6 10,05 9

Während also die Mischungen aus 1 G.-Th. Kalkbrei und 7 bis 9 Th. Sand schon beim 6 maligen Gefrieren zerstört wurden, zerfielen die mit Kalkpulver nach 9 bis 10 Gefrierungen.

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