Titel: Zur Untersuchung der Balsame, Harze und Gummiharze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 7 (S. 494–495)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi11_7

Zur Untersuchung der Balsame, Harze und Gummiharze.

Zur Untersuchung der Balsame – d.h. Gemenge von Harzsäuren mit ätherischen Oelen oder Estern, oder mit sogen. neutralen Harzen (Harze) oder mit ätherischen Oelen und Gummi, d.h. Gummiharze – versuchte A. Kremel (Pharmaceutische Post, 1886) die Säurezahl zu verwerthen. Er löste 1g der Probe in Alkohol, versetzte mit Phenolphtaleїn und titrirte mit alkoholischer Kalilauge. Die Stoffe, welche auch Ester enthalten, werden mit überschüssiger alkoholischer Kalilauge auf dem Wasserbade ¼ Stunde lang erwärmt; dann wird mit Salzsäure zurücktitrirt. Von Gummiharzen wird je 1g gepulvert, mit Gyps oder Sand gemischt in einem Extractionsapparate mit Alkohol ausgezogen. Man bestimmt die Menge des Harzes durch Abdampfen, |495| löst wieder in Alkohol und stellt Säure- und Esterzahl fest. Die Summe beider ist die Verseifungszahl, immer in Milligramm KOH auf 1g Probe.

Von den mitgetheilten Zahlen mögen hier nur die technisch wichtigen folgen:

Balsame: Proc. Harz Säurezahl Esterzahl
Canadabalsam 83
Terpentin, gewöhnlicher 128
„ venetianischer 69
Harze:
Benzoe, Siam 141 55
„ Penang 122 57
„ Sumatra 96 61
Colophonium, licht 163
„ dunkel 151
„ amerikanisch 173
„ englisch 169
Copal 132
„ afrikanischer 147
„ indischer 140
„ Zanzibar 80
Damar 32
Elemi, Manilla 3 24
18 8
Schellack, weiſs 74 103
„ gelb 66 50
Mastix 62
Burgundischharz 142
Fichtenharz 88
Bernstein 34 75
Gummiharze:
Galbanum 74 28 119
Gutti 80 100 57
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