Titel: Doppel-Drehbank für Hartguſswalzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 261/Miszelle 7 (S. 549)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj261/mi261mi12_7

Doppel-Drehbank für Hartguſswalzen.

Zum Abdrehen der Walzen für Schrot- und Mahlstühle baut die Werkzeug- und Maschinenfabrik Oerlikon in Oerlikon (Schweiz) Drehbänke, auf welchen gleichzeitig zwei Walzen bearbeitet werden können. In der Mitte eines besonders kräftigen, mit angegossenen Füſsen versehenen Bettes ist die kurze Drehbankspindel sowie deren Antriebstheile in einem Gehäuse gelagert. Der Antrieb erfolgt von einer wagerecht gelagerten kurzen Achse mit zwei Scheiben an dem Ende von ungleich groſsem Durchmesser aus; in der Mitte dieser Achse ist eine Schnecke aufgekeilt, welche mittels Schneckenrad auf eine kurze stehende Achse treibt. Eine auf der letzteren sitzende Schnecke greift in ein groſses Schneckenrad auf der Drehbankspindel, an deren äuſseren Enden zwei Kuppelungsköpfe aufgesteckt sind, in welche die Mitnehmer auf den Walzenzapfen treten. Zu beiden Seiten dieses eigenthümlichen Spindelstockes sind auf das Drehbankbett schwere Wangenplatten geschraubt, auf welchen in verschiebbaren Lagern die zu bearbeitenden Walzen mit ihren Zapfen ruhen. An jeder Walzenseite befindet sich je ein Drehstahlsupport, welcher mittels Spindel und Räder von dem gezahnten Kuppelungskopfe die Schaltbewegung entlang der Walze erhält. Eine solche im Engineering, 1886 Bd. 41 * S. 394 dargestellte Drehbank ist für Walzen bis 600mm Durchmesser und 1000mm Länge bestimmt und wiegt etwa 6t.

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