Titel: Eckhardt's Dengelmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262 (S. 67–68)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/ar262024

Eckhardt's Dengelmaschine.

Mit Abbildung auf Tafel 5.

Auf der Schwäbischen Kreisausstellung in Augsburg 1886 zeigten J. Eckhardt und Sohn in Ulm eine Dengelmaschine (* D. R. P. Kl. 45 Nr. 33628 vom 27. März 1885), welche sich besonders durch eine leichte Stellvorrichtung zur Regelung der Schlagstärke des Hammers auszeichnet. Die in Fig. 7 Taf. 5 in ihren arbeitenden Theilen dargestellte Maschine ist sowohl für Fuſsbetrieb (durch die mit einem Tritte zu verbindende Kurbel K), für Handbetrieb (durch die Handkurbel z) und für Motorbetrieb (durch die zugleich als Schwungrad dienende Riemenscheibe S) verwendbar. Während die Scheibe S unmittelbar auf der Daumenspindel sitzt, wird die Bewegung der Kurbeln K und z durch das Räderpaar R, i mit innerer Verzahnung auf die Daumenspindel übertragen. Der Hammer a besitzt zwei verschieden breite Schlagkanten, eine 18mm breite für Sicheln, die andere 24mm breit für Sensen. Ein rasches Umwechseln der Schlagkanten wird durch den runden Stiel b ermöglicht, welcher zwischen zwei Schalen c und d gefaſst wird, von welchen die untere zwischen Körnerspitzen drehbar ist und den Ansatz e für das Auftreffen des doppelten Hebedaumens f besitzt.

Das Regeln der Hammerschläge nach der Stärke erfolgt durch den an einem Zahnbogen t einstellbaren Handhebel r. Durch denselben wird das Rohr q, auf welches eine sich gegen die Platte u legende Feder p geschoben ist, niedergezogen und dadurch die Feder p gespannt. Die Feder p legt sich an der unteren Seite gegen eine bei o an den Hammerstiel mittels Stäben angehängte Brille.

Zur Führung der Sense auf dem Ambosse n ist eine quer verstellbare Rolle w angeordnet. Der Zapfen derselben bildet die Mutter einer Schraube s, welche mittels des Flügels m verstellt und mittels der federnden Klinke v gegen Selbstdrehung gesichert wird.

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Die beschriebene Dengelmaschine kann auch gleichzeitig zum Schleifen benutzt werden, wenn statt der Scheibe S ein Schmirgelrad aufgesteckt wird. Soll beim Schleifen der Hammer nicht arbeiten, so wird derselbe in die Höhe geschlagen und dann durch ein eingestemmtes Stück Holz o. dgl. so gehalten, daſs der Ansatz e auſser dem Bereiche des Doppeldaumens f tritt.

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