Titel: Absperrung von Wasserzuflüssen in Schächten durch Zuschlämmung der Zufluſskanäle mit erhärtenden Salzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 7 (S. 46)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is01_07

Absperrung von Wasserzuflüssen in Schächten durch Zuschlämmung der Zufluſskanäle mit erhärtenden Salzen.

Das von L. Tietjens in Leopoldshall-Staſsfurt (D. R. P. Kl. 5 Nr. 36085 vom 17. November 1885) angegebene Verfahren beim Abteufen von Schächten in Wasser führenden Schichten beruht auf dem Verstopfen der Kanäle – nicht durch Kälte (vgl. Poetsch 1884 252 100), sondern durch Salze, welche bei der Wasseraufnahme unter Vergrößerung des Volumens zu einer festen Masse erstarren. Man rührt die Salze (calcinirte Soda, entwässerten Alaun, Kieserit, Magnesiumoxychlorid) mit Wasser zu einem Breie an und versenkt die Lösung durch Röhren in die zu verschlieſsenden Kanäle; die Salze erhärten viel leichter und schneller als hydraulische Mörtel und das Abteufen der Schächte wird daher nur kurze Zeit unterbrochen, wenn Wasserzuflüsse abzusperren sind. Will man die Salze, nachdem die Mauerarbeiten beendet sind, wieder entfernen, so braucht man dieselben nur einem Wasserstrome auszusetzen, wodurch sie gelöst werden. Das nicht flieſsende Wasser, welches in den Kanälen hinter den Salzen stehen bleibt, bildet an den Berührungsstellen eine gesättigte Lösung, welche die Salze nicht weiter auflöst.

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