Titel: Milchprüfung auf Wasserzusatz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 11 (S. 48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is01_11

Milchprüfung auf Wasserzusatz.

Zum Nachweise eines Wasserzusatzes werden nach dem Verfahren von Soxhlet (Repertorium der analytischen Chemie, 1886 S. 360) 100cc Milch mit 1cc,5 einer 20procentigen Chlorcalciumlösung aufgekocht. Von dem Filtrate wird ein kleiner Theil mit Schwefelsäure, in welcher 2 Proc. Diphenylamin gelöst sind, versetzt, bis die Lösung milchig getrübt ist. Wird dieses Gemisch über concentrirte Schwefelsäure geschichtet, so bildet sich bei Gegenwart von Stickstoffsäuren eine blaue Begrenzungsschicht.

Noch viel empfindlicher ist folgendes Verfahren: 450cc Milch werden mit 6 bis 7cc 20procentiger Chlorcalciumlösung aufgekocht, das Filtrat (etwa 300cc) mit 2cc concentrirter Schwefelsäure versetzt und dann etwa 120 bis 150cc abdestillirt; das Destillat wird mit Natronlauge schwach alkalisch gemacht, über der Flamme in der Platinschale auf etwa 5cc eingedampft und diese Lösung wie das Milchfiltrat selbst in der beschriebenen Weise geprüft.

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