Titel: Verfahren und Apparat zur Darstellung von Schwefelkohlenstoff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 8 (S. 95–96)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is02_08

Verfahren und Apparat zur Darstellung von Schwefelkohlenstoff.

L. J. Régi und L. Folie Desjardins in Toulouse (* D. R. P. Kl. 12 Nr. 36711 vom 10. December 1885) geben folgendes neue Verfahren zur Darstellung von Schwefelkohlenstoff an: Gyps, Anhydrit, schwefelsaurer Kalk, schwefelsaures Kali oder Natron oder Rückstände aus Gasfabriken werden in einer etwas |96| nach vorn geneigten eisernen Retorte mit Kohle zur Rothglut erhitzt und gasförmige Salzsäure eingeleitet. Es bildet sich Metallchlorid und gasförmige Schwefligsäure, welch letztere durch ein Rohr in eine zweite eiserne, wagerecht liegende Retorte gelangt, worin Kokes zum Glühen erhitzt werden. Hierin wird die Schwefligsäure reducirt, der Schwefel verbindet sich mit Kohlenstoff und gasförmiger Schwefelkohlenstoff verläſst die zweite Retorte, um in einer mit dieser in geeigneter Weise verbundenen Kühlvorrichtung verdichtet zu werden. Statt der gasförmigen Salzsäure kann dem Gemische von Sulfat und Kohle auch Kieselsäure beigemengt werden, welche bei Rothglut die schwefelsauren Salze ebenfalls zersetzt, Beide Retorten sind mit Thüren versehen, welche ein Herausnehmen der Rückstände nach Beendigung der Destillation gestatten. Der Rückstand aus der ersten Retorte besteht aus Chloriden oder Silicaten, in der zweiten Retorte bleibt nur Asche zurück. 516k Alkalisulfat sollen mit 219k Salzsäure bezieh. 270k Kieselerde und 350k Kokes etwa 100k Schwefelkohlenstoff liefern.

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