Titel: Schwingungen hoher Schornsteine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 1 (S. 187)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is04_01

Schwingungen hoher Schornsteine.

Die Mémoires de la Société des Ingénieurs civils, 1885 S. 721 bringen über die Schwingungen eines Schornsteines bei Marseille (35m hoch, äuſserer Durchmesser oben 1220mm) folgende Mittheilung: Während eines heftigen Sturmes wurde durch Beobachtung des Schattens die gröſste Schwankung mit 500mm gemessen. Man meinte bemerkt zu haben, daſs der durch einen Windstoſs in Bewegung gesetzte Schornstein 4 bis 5mal hin und her schwankte, bis er wieder zur Ruhe kam. E. Bourry behauptet nun, daſs, wenn sich dieser Bewegungsanstoſs während des Hin- und Herschwankens eines Schornsteines derart wiederholen sollte, daſs die Richtung desselben mit jener der gleichzeitigen Schwankung zusammenfällt, das Umfallen des Schornsteines zu erwarten sei. Dies ist die Erklärung für die Zerstörung von Schornsteinen, deren Constructionen den Anforderungen der Standfestigkeit in jeder Hinsicht entsprechen. Dieser Angabe schlieſst die Oesterreichische Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen, 1886 S. 680 die Bemerkung bei, daſs bei einem 50m hohen, aus concentrischen (hohlen) Ringen gebauten Schornsteine, dessen innere Lichte oben 2m beträgt, der ferner bedeutenden Windstöſsen (bei Wien) ausgesetzt ist, die Schwingungen genauest mit Hilfe eines Theodolithen wiederholt beobachtet wurden und daſs die Beobachtungen eine gröſste Schwankung von 160mm bei heftigen Stürmen ergaben.

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