Titel: Elektricitätsentwickelung beim Abteufen eines Schachtes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 3 (S. 236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is05_03

Elektricitätsentwickelung beim Abteufen eines Schachtes.

In den heiſsen Tagen vom 5. bis 8. Juni d. J. ist nach den Annales Industrielles, 1886 Bd. 1 S. 738 in einem bereits bis 52m Tiefe in Wasser führenden Schichten abgeteuften Schachte in den Kohlengruben von Perrecy eine sehr starke Elektricitätsentwickelung beobachtet worden. Dieselbe wird daraus erklärt, daſs sowohl der Auspuffdampf, als auch der aus den schlecht gedichteten Dampfzuleitungsrohren ausströmende Kesseldampf Reibungselektricität entwickelte und an die demselben beigemischte Luft abgegeben habe, während die Wasserhaltungspumpen und Röhren bei ihrer guten Verbindung mit der Erde unelektrisch geblieben seien. Da aber bei der groſsen Hitze die Luft nur ungenügend sich erneuerte, trat eine Ausgleichung zwischen der beständigen Elektricitätserzeugung und der schlechten Luftabführung ein und es bildete sich eine feuchte, warme und elektrische Zone in der Nähe der Pumpen.

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