Titel: Ueber das Verhalten des Krystallwassers beim Lösen von Salzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 14 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is05_14

Ueber das Verhalten des Krystallwassers beim Lösen von Salzen.

Zur Entscheidung der Frage, ob in wässerigen Salzlösungen das Krystallwasser der ursprünglichen festen Salze als solches vorhanden oder ob es nicht von dem Lösungswasser unterschieden ist, sucht W. W. J. Nicol (Scientific American Supplement, 1886 S. 8964) einen Beitrag durch den Hinweis auf die Neutralisationswärmen der Alkalien und Erdalkalien zu liefern. Nach den Versuchen von Thomson liegen die Neutralisationswärmen der löslichen Salze der Alkalien und Erdalkalien mit Schwefelsäure sehr nahe bei einander; der mittlere Werth beträgt ungefähr 31150c. Die gleiche Erscheinung zeigt sich bei der Neutralisation mit Salzsäure und Salpetersäure, wo die gebildete Wärme im Mittel gleich 27640c ist. Im Allgemeinen kann man also sagen, daſs die Oxyde der Alkalien und Erdalkalien gleich groſse Neutralisationswärmen besitzen. Die so gebildeten Salze sind im festen Zustande theilweise wasserfrei, theilweise enthalten sie bis zu 10 Mol. (Na2SO4 + 10 H2O) Krystallwasser. Nicol schlieſst aus diesen Thatsachen, daſs das Krystallwasser nicht als solches in der Lösung vorhanden ist, da man sonst die Gleichheit der Bildungswärmen auf einen Zufall zurückführen müsse.

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