Titel: Fettbeize zum Drahtziehen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 5 (S. 285)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is06_05

Fettbeize zum Drahtziehen.

F. Vogel in Brück a. d. M. (Oesterreichisch-Ungarisches Patent Kl. 7 vom 24. Juni 1886) empfiehlt zum Drahtziehen eine nach folgender Vorschrift hergestellte Fettbeize: Man schmilzt eine bestimmte Menge Schweinefett o. dgl. und kühlt dasselbe bis auf 50 bis 60° ab; hierauf gieſst man unter beständigem Umrühren 20 bis 40 Proc. 60- bis 66grädige Schwefelsäure hinzu, bis die Masse die Dicke einer Schmierseife erlangt hat; unter andauerndem Rühren gibt man nun so lange Wasser zu, bis sich das Gemisch vollständig im Wasser gelöst hat. Durch das Zugieſsen von Schwefelsäure sowohl, wie von Wasser erwärmt sich die Masse wieder, weshalb für genügende Kühlung Sorge zu tragen ist.

Die Anwendung dieser sehr fetten, flüssigen Beize soll ein so leichtes Durchziehen des Drahtes durch das Zieheisen gestatten, daſs man den Draht während des Ziehens 1 bis 2 mal weniger glühen muſs, als dies bei den gewöhnlichen Verfahrungsweisen üblich ist; auch sollen die Zieheisen weniger abgenutzt werden, der Draht einen schöneren Glanz bekommen und nicht so leicht rosten.

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