Titel: Verfahren zur Herstellung von sogen. Porzellanschrot.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 4 (S. 332)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is07_04

Verfahren zur Herstellung von sogen. Porzellanschrot.

Zur Flaschenreinigung, zur Ausschmückung von Porzellangegenständen, zur Herstellung falscher Schmucksachen u. dgl. wird neuerdings sogen. Porzellanschrot, d. s. kleine Porzellankügelchen, verwendet. Ein Verfahren zur Herstellung derselben haben Springer und Comp. in Ellbogen, Böhmen (D. R. P. Kl. 80 Nr. 37315 vom 13. Januar 1886) angegeben. Das trockene, feine Porzellanpulver wird dabei in dünner Schicht in einer Schüssel ausgebreitet, welche im Kreise herum bewegt wird. Durch Aufspritzen von Gummiwasser bilden sich kleine Kügelchen, an denen sich beim Abrollen der Porzellanstaub ansetzt. Durch fortgesetztes Einstauben und Bespritzen dieser Kügelchen unter beständigem Rollen werden dieselben immer gröſser. In gleicher Weise können die ersten ganz kleinen Kügelchen auf einer sogen. Dragirmaschine, welche in der Bonbonbereitung gebraucht wird, vergröſsert werden. Die Kügelchen kommen in die schräg liegende, kreisende Trommel dieser Maschine und werden abwechselnd eingestaubt und bespritzt. Das Brennen der fertigen Kügelchen erfolgt in Chamottekapseln etwa 30 bis 40 Stunden lang.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: