Titel: Zusammensetzung einer Salzauswitterung an Steinmauern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 11 (S. 335)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is07_11

Zusammensetzung einer Salzauswitterung an Steinmauern.

An den Fugen der in Cement gebetteten Sandsteinquader, aus welchen die Vorderseite des neuen Laboratoriums der technischen Hochschule in Charlottenburg hergestellt ist, zeigten sich im vergangenen Frühjahre starke Auswitterungen weiſser Salze, deren Untersuchung Folgendes ergab: Von dem scharf getrockneten Salzgemische waren 62,79 Proc. in Wasser löslich. Von dem in Wasser unlöslichen Rückstande löste Salzsäure noch 6,06 Proc. Der in Wasser lösliche Theil enthielt:

Schwefelsaures Kali 32,38 %
Schwefelsaures Natron 26,83
Gyps 0,60

Die Salzsäure hatte aus dem in Wasser unlöslichen Theile hauptsächlich kohlensauren Kalk ausgezogen und zwar:

Kohlensauren Kalk 5,32 %
Thonerde und Eisenoxyd 0,53
Kieselsäure 0,22

Der Rest bestand aus Sand, welcher theils aus dem Mörtel, theils aus dem Straſsenstaube herrührte. Die Hauptmenge der ausgewitterten Salze besteht also aus schwefelsaurem Kali und Natron und die Entstehung dieser Salze erklärt sich durch die Einwirkung der in den Cementen vorhandenen Alkalien auf den Gyps, welcher dem Cemente entweder absichtlich zugesetzt war, oder sich beim Brennen des Cementes gebildet hatte. (Nach der Thonindustrie-Zeitung, 1886 Nr. 39.)

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