Titel: F. Juncker's Herstellung von sogen. gestickten Spitzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 3 (S. 382)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is08_03

F. Juncker's Herstellung von sogen. gestickten Spitzen.

Gestickte Spitzen werden bis jetzt in der Weise hergestellt, daſs das Muster derselben auf leichtes Gewebe gestickt und letzteres dann an den frei gebliebenen Stellen ausgeschnitten wird. Dieses Ausschneiden wird erspart, wenn man nach Angabe von F. C. Juncker in Paris (D. R. P. Kl. 8 Nr. 36819 vom 14. Januar 1886) zu dem Stickgrunde statt Gewebe dünne Guttaperchablätter nimmt. Die fertige Stickerei braucht nur in eine Guttapercha auflösende Flüssigkeit, z.B. Schwefelkohlenstoff oder auf etwa 55° erwärmtes Benzin o. dgl., getaucht zu werden, um auf einmal die fertige Spitze zu erhalten. Natürlich wird man die Stichbindung, da ein Zwischengrund in der fertigen Spitze fehlt, entsprechend einrichten müssen. Auf ähnliche Weise lassen sich auch Gold- oder Silberspitzen mittels Gewebegrund herstellen, wenn derselbe aus der fertigen Stickerei ausgebrannt wird.

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