Titel: Selig's selbstthätiger Contactunterbrecher für verankerte Seeminen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 5 (S. 382)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is08_05

Selig's selbstthätiger Contactunterbrecher für verankerte Seeminen.

Bei dem in D. p. J. 1886 259 333 beschriebenen Contactunterbrecher trat die Unterbrechung fehlerhaft schon durch den bei hohem Seegange entstehenden Unterschied des hydrostatischen Druckes ein, weil jede Welle auf die Druckplatte einwirken konnte. Daher haben M. Selig jun. und Comp. in Berlin (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 35999 vom 27. November 1885) unter der Druckplatte anstatt einer einfachen durchlöcherten Schutzkappe eine solche aus Kupfer mit doppeltem durchlöchertem Boden angesetzt; der innere der beiden Böden ist lose und mit dem äuſseren durch eine Flügelmutterschraube verbunden; zwischen den beiden Böden liegen zunächst zwei Filzscheiben und zwischen den letzteren eine Lage Knochenkohle. Das Wasser muſs daher, um auf die Druckplatte wirken zu können, erst durch die Kohlenschicht hindurchgehen. In der Zeit zwischen Ebbe und Fluth kann nun so viel Wasser durchdringen, daſs die in der Schutzkappe stehende Luft so weit zusammengedrückt wird, daſs sie eine dem äuſseren hydrostatischen Drucke gleiche Spannung annimmt und die Druckplatte in Thätigkeit setzt. Ein schnell vorüberrollender Wellenberg dagegen kann das Eindrücken der Druckplatte nicht veranlassen und seine Wirkung wird durch die des nachfolgenden Wellenthales aufgehoben.

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