Titel: Siemens und Halske's Regulator für elektrische Beleuchtung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 4 (S. 429–430)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is09_04

Siemens und Halske's Regulator für elektrische Beleuchtung.

Bei Beleuchtung von den Masten der Kriegsschiffe, sowie im Felde von den dem feindlichen Feuer ausgesetzten Stellen aus wird es wünschenswerth, die elektrische Lampe nicht nur als selbstthätigen Regulator zu benutzen, sondern sie auch aus gröſserer Entfernung im Falle des Versagens bedienen zu können, da dieser Gefahr Regulatoren namentlich bei Stöſsen niemals gänzlich entzogen werden können. Dazu wenden Siemens und Halske in Berlin (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 35818 vom 4. Oktober 1885) zur Regulirung des Kohlenabstandes einen Elektromotor an und ordnen zwei von einander unabhängige Windungen für den Haupt- und Nebenschluſsstrom sowohl auf den Anker des Motors, wie auf den Feldmagneten dieses Motors an zu dem Zwecke, die Lampe: 1) als Handregulator, 2) als selbstthätige Lampe und 3) als von gröſserer Entfernung aus stellbaren Lichtregulator benutzen zu können.

Um die Lampe als Handregulator benutzen zu können, ist es nur nothwendig, mittels eines Umschalters die Regulirvorrichtung auszuschalten und die Einstellung kann dann von Hand aus mittels Kurbel und Schraube geschehen. Wird dagegen der gesammte Elektromotor mit Haupt- sowie Nebenschluſsstromkreisen eingeschaltet, so arbeitet die Lampe selbstständig als Regulator in der im Eingange erwähnten Weise. Soll endlich die Lampe aus gröſserer Entfernung bedient werden, so wird durch einen geeigneten mechanischen oder elektrischen Mechanismus entweder der Hauptstromkreis des Elektromotors allein, oder aber der Nebenschluſsstromkreis allein eingeschaltet, wobei |430| in einem Falle durch rechtsläufige Drehung des Ankers die Kohlenspitzen von einander entfernt, im zweiten Falle dagegen durch linksläufige Drehung einander genähert werden.

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