Titel: Prüfung von japanesischem Pfefferminzöl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 10 (S. 431)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is09_10

Prüfung von japanesischem Pfefferminzöl.

Bei der Untersuchung von Pfefferminzöl kommt es sehr darauf an, entscheiden zu können, aus welchem Lande das Oel stammt, da für Pfefferminzöl verschiedener Herkunft auch sehr verschiedene Preise bezahlt werden. B. C Niederstadt theilt im Repertorium der analytischen Chemie* 1886 S. 575 seine Beobachtungen über die Eigenschaften des japanesischen Pfefferminzöles mit.

Das japanesische Oel hat ein specifisches Gewicht von 0,960 bis 0,961 bei 15°, ist von schwach gelblicher Farbe, neutral, klar, ohne Absatz, Geruch durchdringend nach Pfefferminze, Geschmack gewürzhaft brennend, löst sich in 1 bis 2 Th. Alkohol von 0,85 sp. G. Gegen Jod ist es indifferent. Während das englische Oel (50 Tropfen) mit 1 Th. Salpetersäure von 1,2 sp. G. versetzt, eine charakteristisch blauviolette Färbung gibt, welche lange Zeit bleibt, tritt dieselbe bei japanischen Pfefferminzölsorten nicht deutlich auf, vielmehr gibt das Oel eine stärkere tiefgelbe Färbung, wenn es auf gleiche Art behandelt wird. Die Drehung des Oeles beträgt im Soleil Ventzke'schen Apparate – 105° bis – 106°. Einen Zusatz von Alkohol oder Glycerin enthält das Oel nicht. Auch wurde mit Hilfe der Heppe'schen Nitroprussidkupfer-Reaction (Chemisch-technischer Centralanzeiger, 1884 Nr. 7) die Abwesenheit von Terpentinöl dargethan. (Vgl. Trimble 1886 260 480.)

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