Titel: Dechant's Führung der Eisenbahn-Signaldrähte durch ölgefüllte Röhren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 6 (S. 484–485)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is10_06

Dechant's Führung der Eisenbahn-Signaldrähte durch ölgefüllte Röhren.

Nach dem Scientific American Supplement, 1886 S. 8696 wurde im September 1885 zum Schütze einer Kreuzung der Philadelphia- und Reading-Eisenbahn ein Signalpfosten mit Semaphor errichtet, dessen Entfernung vom Wärterhaus 335m beträgt. Die zwischenliegende Bahnstrecke bildet eine Curve. Anstatt nun den Draht in der sonst gebräuchlichen Weise oberirdisch durch einen langen Holzkasten über kleine Rollen zu leiten, führte man denselben unter der Erde durch eine mit Oel gefüllte Röhre. Zu diesem Zwecke wurde ein 380mm tiefer Graben gezogen und wurden von 2m,5 zu 2m,5 Pflöcke eingeschlagen, so daſs ihre oberen Enden in gleiche Höhe zu liegen kamen. Auf diese Pflöcke wurde eine 20mm weite verzinkte Eisenröhre befestigt und durch jedes Röhrenstück vor dem Festschrauben ein Eisendraht von 1m,8 Dicke gezogen, welcher nach Fertigstellung der Röhrenleitung dazu benutzt wurde, den eigentlichen 5mm dicken Signaldraht hindurchzuziehen, nachdem dieser vorher gerade gestreckt worden war. An beide Enden der Röhre wurde eine messingene |485| Stopfbüchse geschraubt und die Drahtenden hindurch geschoben. Sodann wurde die Röhre durch ein an ihrer höchsten Stelle befestigtes kurzes senkrechtes Rohr mit einer Mischung von gewöhnlichem Wagenschmieröl und ¼ geläutertem Theeröl gefüllt. Der letztere Zusatz hatte den Zweck, das Dickwerden der Flüssigkeit bei kaltem Wetter zu verhüten. Diese Einrichtung soll sich während des letzten Winters vortrefflich bewährt haben.

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