Titel: Vergleichende Versuche über die Schweiſsbarkeit des Fluſs- und des Schweiſseisens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 2 (S. 543–544)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is11_03

Vergleichende Versuche über die Schweiſsbarkeit des Fluſs- und des Schweiſseisens.

Nach den in den Mittheilungen aus dem mechanisch-technischen Laboratorium der kgl. technischen Hochschule in München, 1885 Heft 12 * S. 31 veröffentlichten Untersuchungen kommt Prof. J. Bauschinger zu dem Schlusse, daſs die Schweiſsbarkeit von Fluſseisen ebenso groſs wie die des Schweiſseisens ist und daſs es bei der Schweiſsung nur einiger Vorsicht bedarf, um die Schweiſsstellen von ebenso groſser Zugfestigkeit zu erhalten wie jede andere Stelle (vgl. auch Hupfeld u.a. 1884 252 * 145). Als Vorschrift für das Schweiſsen empfiehlt Verfasser: Erwärmen des Stückes nicht zu hoch, bis zum Uebergange von der Roth- zur Weiſsglühhitze, höchstens zum Anfange der Weiſsglühhitze, kräftiges Feuer, damit die Stücke nicht zu lange darin liegen müssen, und starke, rasch auf einander folgende Schläge, d.h. schnelles Arbeiten während der eigentlichen |544| Schweiſsung, damit die Stücke, welche ohnehin nicht so warm sind wie beim Schweiſseisen, nicht zu sehr erkalten. Je mehr diese Vorschrift befolgt wird, desto sicherer erreichen die Schweiſsungen bei Fluſseisen denselben Grad der Güte wie beim Schweiſseisen, welches bekanntlich auch nicht immer vollkommen gute Schweiſsstellen gibt.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: