Titel: Ueber die Flüssigmachung des Sauerstoffes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1886, Band 262/Miszelle 5 (S. 545)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj262/mi262is11_06

Ueber die Flüssigmachung des Sauerstoffes.

Nach dem Engineer, 1886 Bd. 62 * S. 80 hat Professor Dewar die schwierige Aufgabe, den Sauerstoff in flüssiger Form darzustellen (vgl. Pictet 1878 227 * 400) und das Ergebniſs zugleich einem gröſseren Zuhörerkreise sichtbar zu machen, auf folgende Weise gelöst.

Textabbildung Bd. 262, S. 545
Aus der eisernen Flasche G, welche einen Vorrath flüssig gemachten Aethylens enthält, läſst man das letztere in Gasform durch das von fester Kohlensäure und Aether umhüllte kupferne Schlangenrohr F streichen, wodurch seine Temperatur bis auf – 80° sinkt.

Unter diesem Kältegrade wieder flüssig gemacht, träufelt das Aethylen aus dem aufwärts gebogenen Ende des Schlangenrohres in den Glascylinder A, welcher die Glasröhre H umschlieſst; letztere steht mit der eisernen, den gepreſsten Sauerstoff enthaltenden Flasche E und einem Manometer, der äuſsere Glascylinder aber, welcher A dicht umgibt, durch die Röhre B mit einer Luftpumpe in Verbindung. Beim Auspumpen kommt das in A angesammelte flüssige Aethylen ins Sieden und erzeugt in Folge seiner raschen Verdunstung einen Kältegrad, bei welchem der Sauerstoff unter dem gleichzeitigen Drucke von 40 oder 50at in H flüssig wird. In der eisernen Flasche C herrscht eine Spannung von ungefähr 80at. Durch Oeffnen des Schraubenventiles D kann die Gasspannung in E rasch aufgehoben werden.

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