Titel: [Mit der Bremskurbel combinirte Läutewerke für Straſsenbahnwagen.]
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263 (S. 230)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/ar263092

Mit der Bremskurbel combinirte Läutewerke für Straſsenbahnwagen.

Patentklasse 20. Mit Abbildungen auf Tafel 13.

Die beiden nachstehend beschriebenen Einrichtungen kommen dem Bestreben, die Zahl der in Nothfällen dem Straſsenbahnkutscher obliegenden Handgriffe thunlichst zu vermindern, insofern entgegen, als sie eine gleichzeitige Bedienung der Bremse und der Lärmglocke ermöglichen.

Bei der von J. Sick in Dresden (* D. R. P. Nr. 36972 vom 24. Januar 1886) angegebenen Vorrichtung ist die Glocke g (Fig. 18 Taf. 13) mittels der Stütze d auf der Bremskurbel befestigt. Der Griff m der letzteren kann senkrecht auf- und abbewegt werden, wobei mittels des Hebels k und der Zugstange h der mit zwei Anschlagstiften versehene hammerförmige Klöppel f die Glocke ertönen läſst. Wird m nicht auf- und niedergeschoben, so erfolgt bei Drehung der Kurbel das Anziehen der Bremse ohne Glockensignal.

W. Elges in Berlin (* D. R. P. Nr. 37080 vom 17. September 1885) hängt die Glocke g (Fig. 16 und 17 Taf. 13) an zwei Zapfen i und f derart auf, daſs sie durch den um c drehbaren Winkelhebel h in Schwingung versetzt und so zum Tönen gebracht werden kann. Der Hebel h wird durch die an der Bremsspindel angebrachte unrunde Scheibe b bewegt und die Berührung zwischen beiden durch das Gewicht der Glocke g erzielt. Soll die Bremse angezogen werden, ohne daſs geläutet werden soll, so wird durch den Hebel k die Glocke g gehoben und zugleich gegen die Wagenbrüstung hin bewegt, wobei die Berührung der unrunden Scheibe b und des Hebels h aufgehoben, dagegen eine Berührung der Glocke mit dem Hörne e eintritt, in Folge dessen die ganze Vorrichtung auſser Thätigkeit gesetzt wird. – Der Hebel h kann zur Erzielung einer bequemeren Handhabung durch die Trittvorrichtung q ersetzt werden.

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