Titel: Chevallot's Verfahren, Gewebe wasserdicht zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 18 (S. 64)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi01_18

Chevallot's Verfahren, Gewebe wasserdicht zu machen.

Nach Etienne Chevallot in Bordeaux (D. R. P. Kl. 8 Nr. 37065 vom 3. März 1886) lassen sich Gewebe für Leibwäsche, Kleider u. dgl. wasserdicht machen, ohne ihre Weichheit und Luftdurchlässigkeit zu verlieren, indem man das Gewebe in einer Mischung von aufgelöstem Käsekalk und neutraler Seife behandelt, so daſs es davon sein eigenes Gewicht aufnimmt, dann aber in eine auf 50 bis 60° erwärmte Lösung von essigsaurer Thonerde und zuletzt in fast kochendes Wasser taucht.

Zur Bereitung des Bades mischt man zuerst Kasein in Wasser (etwa 4k in 20l) und verrührt zu rahmartiger Dicke. Hierzu setzt man nach und nach 100g zu Pulver gelöschten Kalk und 2k neutrale Seife, gelöst in 24l Wasser. Die Thonerdelösung soll den Käsekalk unlöslich machen und mit der alkalischen Seife unlösliche margarinsaure Thonerde bilden. Dieses Salz wird durch die Beize an der Gewebefaser befestigt, indem man das behandelte Gewebe kurze Zeit in fast kochendes Wasser taucht.

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