Titel: Darstellung von Fluoraluminium und Doppelverbindungen desselben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 11 (S. 111–112)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi02_11
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Darstellung von Fluoraluminium und Doppelverbindungen desselben.

Die Oesterreichische Anilinfabrik von Strakosch und Comp. und C. O. Weber in Döbling bei Wien (D. R. P. Kl. 12 Nr. 37079 vom 3. September 1885) haben ein Verfahren zur Darstellung von Fluoraluminium bezieh. Verbindungen desselben angegeben, welches darauf beruht, daſs ein inniges Gemisch eines Fluorminerals mit Alkalisulfat und Kohle im Sodaschmelzofen geglüht wird. Das hierbei gebildete Alkalifluorid wird mit Wasser aus der Schmelze gelaugt und die Lösung mit der äquivalenten Menge schwefelsaurer Thonerde zur Trockne verdampft und im Flammofen verschmolzen, wodurch man ein Gemenge von Alkalisulfat und Aluminiumfluorid erhält. Oder man setzt der Fluoralkalilauge die äquivalente Menge Alkalicarbonat und schwefelsaure Thonerde zu, verdampft, schmilzt ebenfalls und erhält auf diese Weise eine Doppelverbindung: schwefelsaures Alkali-Aluminiumfluorid.

Für Zwecke der Praxis schmilzt man am besten ein Gemenge von 5 G.-Th. Fluſsspath mit 1 G.-Th. calcinirter Soda im Sodaschmelzofen zusammen und erhält beim Auslaugen mit Wasser etwa 5 G.-Th. Alkalifluorid in Lösung. Hierzu gibt man 13 G.-Th. Thonerdesulfat, verdampft und sintert im Flammofen. Das erhaltene Gemenge von schwefelsaurem Alkali und Fluoraluminium trennt man durch Ausziehen mit Wasser. Zusatz von Kieselsäure beschleunigt das Aufschlieſsen des Fluſsspathes; doch empfiehlt es sich nicht, die ganze dem verwendeten Fluſsspath äquivalente Kieselsäuremenge zuzusetzen, da sonst die Auslaugung des Schmelzgutes erschwert wird. Soll das schwefelsaure Alkali-Aluminiumfluorid dargestellt werden, so setzt man der Alkalifluoridlauge ebenfalls 13 G.-Th. schwefelsaure Thonerde zu, verdampft und sintert die trockene Masse mit 3 G.-Th. Soda. Diese Natriumaluminium-Doppelverbindung wird durch Wasser nicht in ihre Bestandtheile zerlegt.

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