Titel: W. Collier's Bohrmaschine für Krempeltrommeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 3 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi03_3

W. Collier's Bohrmaschine für Krempeltrommeln.

Der Engineer, 1886 Bd. 62 * S. 387 bringt das Schaubild einer Maschine von W. Collier und Comp. in Manchester mit zwanzig in einer Reihe angeordneten wagerechten Bohrspindeln, mittels welcher die Löcher für das Befestigen des Kratzenbeschlages auf den guſseisernen Haupttrommeln reihenweise auf einmal gebohrt werden. Die Bohrspindeln liegen zwischen Schienen gehalten in einer Platte, welche auf zwei kleinen Führungsbacken verschiebbar aufliegt. In dieser Platte liegt eine stählerne Schraubenspindel, welche mit den einzelnen auf jeder Bohrspindel aufgekeilten Schneckenrädchen im Eingriffe steht und so den Umlauf der Bohrer veranlaſst. Diese Schneckenspindel trägt an ihrem freien Ende eine Fest- und Losscheibe, während das andere Ende kammzapfenartig ausgebildet ist, um den Achsendruck besser aufnehmen zu können. Indem nun diese ganze Vorrichtung gegen die festgestellte Trommel angeschoben wird, erfolgt die Schaltung der Bohrer. Dieser Vorschub wird von der Hauptschneckenspindel auf die Schraubenspindeln in den Führungsböcken durch bekannte Mechanismen übertragen, während die Rückwärtsbewegung von Hand vorgenommen wird. Es ist auch eine Einrichtung vorgesehen, um die Entfernung der Bohrspindeln gleichmäſsig ändern zu können.

Die Trommel liegt mit ihren eigenen Zapfen in zwei Lagerböcken eingespannt und wird durch ein aufgestecktes Rad, welches zugleich die Eintheilung ermöglicht, durch einen Einleghebel in der entsprechenden Stellung erhalten. An jedem Lagerbocke ist auſserdem ein Arm angegossen, auf welchem sich je eine kleine Bohrmaschine verschiebt, die zur Herstellung der Löcher am Trommelrande dient. Durch diese Maschine ist die Frage der Verwendbarkeit der vielfachen Bohrmaschinen zu besonderen Arbeiten sehr hübsch gelöst; auch die Ausführung derselben in constructiver Beziehung läſst sich als musterhaft bezeichnen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: