Titel: Zinngewinnung auf der Insel Banka.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 6 (S. 210)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi04_6

Zinngewinnung auf der Insel Banka.

Der Zinnerzsand findet sich mit Quarzsand, Thon und Quarzgeschieben vermengt zwischen 1,5 und 3 oder zwischen 9 bis 12m und mehr unter der Oberfläche. Das durch Grubenbetrieb bei groſsen Wasserzuflüssen gewonnene Erz wird in einem Kanäle verwaschen, dann getrocknet und in Oefen von 1,5 bis 1m,8 Höhe, 2,5 bis 3m Länge und ungefähr halber Breite mit Holzkohlen zur Nachtzeit verschmolzen. Auf der Sohle des nach unten kegelförmig sich verengernden Ofens befindet sich eine den Abstich bildende Thonrohre, welche durch öfteres Einstoſsen einer langen Stange immer offen erhalten wird. Hat sich der Stechherd vor dem Ofen mit Metall angefüllt, so wird dasselbe nach abgezogenen Unreinigkeiten in Sandformen gegossen. Die Schlacke wird nochmals geschmolzen und gibt dabei 4 Proc. Zinn. Das roh construirte Gebläse wird mit Hand bewegt. Die Erzeugungskosten für 100k Zinn betragen etwa 35 M., während der Marktpreis 170 M. ist. (Glückauf, 1886 Nr. 79.)

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