Titel: Gerbverfahren mittels Catechu, Dividivi und Talg.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 9 (S. 211)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi04_9

Gerbverfahren mittels Catechu, Dividivi und Talg.

Bei dem von Graf V. de Nydprück in Brüssel (D. R. P. Kl. 28 Nr. 37035 vom 20. Februar 1886) geschützten Gerbverfahren wird zuerst 1k Catechu mit 25g Talg in einer geringen Wassermenge zum Kochen gebracht, dann Wasser bis auf 1hl zugegossen und in dieses Bad die zu gerbenden Häute gelegt. In dem Maſse. als der Catechu auf die Häute wirkt, wird immer wieder Catechu und Talg zugesetzt, so daſs die Stärke des Bades beständig zunimmt, bis das Gerben vollendet ist. Darauf bringt man die Häute in ein Bad, welches auf 1hl Wasser eine Auflösung von 25g Dividivi, gekocht mit 10g Talg, enthält. Die Wirkung dieses Bades soll das Gerben vervollkommnen und den Häuten, welche durch die Wirkung des Catechu eine zu dunkle Farbe angenommen haben, eine hellere Färbung geben. Die Häute werden dann in gewöhnlicher Weise ausgeschwemmt. Die Bäder kommen bei dem beschriebenen Gerbverfahren lauwarm zur Anwendung und kühlen ab, oder werden auch gleich in kaltem Zustande benutzt. Statt des Talges soll auch Leinöl oder ein ähnlicher Fett haltiger Stoff verwendet werden können.

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