Titel: Wasserpatrone für Sprengungen in Schlagwetter führenden Gruben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 5 (S. 354)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi07_5

Wasserpatrone für Sprengungen in Schlagwetter führenden Gruben.

Eine Sicherheitspatrone für Sprengarbeiten in Schlagwetter führenden Gruben (vgl. Kosmann 1886 260 46) setzen Rich. und Ch. Steinau in Braunschweig (* D. R. P. Kl. 5 Nr. 38000 vom 16. Mai 1886) aus drei in einander steckenden zerbrechlichen Gefäßen zusammen. Das mittlere Gefäſs aus Glas ist mit Wasser gefüllt und liegt in dem zweiten mit Schwefelsäure gefüllten Glasgefäſse, welches von einer im dritten aus gelochtem Bleche hergestellten Gefäſse aufgenommenen Schicht Kalk umgeben ist. Bei der Benutzung wird die Patrone in Wasser getaucht, bis sich der Kalk derselben vollgesaugt hat und dann in das Bohrloch gesetzt, welches durch einen Pfropfen verschlossen wird. Der sich löschende Kalk füllt nun das Bohrloch gut aus und schlieſst das Schwefelsäuregefäſs fest ein, so daſs die hierbei sich entwickelnde Wärme durch die Schwefelsäure das Wasser des Mittelgefäſses erhitzt, infolge dessen letzteres zerspringen soll. Durch die Mischung des Wassers mit der schon erhitzten Schwefelsäure tritt eine heftige Wärmeentwickelung auf, das Schwefelsäuregegefäſs platzt und durch Mittheilung der Schwefelsäure an den Kalk wird schwefelsaurer Kalk und heftig Dampf entwickelt, welch letzterer die Sprengung des Gesteines bewirken soll.

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