Titel: Induction in Telephonleitungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 5 (S. 397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi08_5

Induction in Telephonleitungen.

Nach Mittheilungen, welche W. H. Preece bei Gelegenheit der letzten Versammlung der British Association in Birmingham gemacht hat, ist in Grays Inn Road in London ein durch die Luft geführter Telephondraht der United Telephone Company von einem der Postverwaltung gehörigen Telegraphenkabel gestört worden, das 25m unter jenem im Boden lag. Man konnte leicht die Morse-Telegramme im Telephon lesen. Bei den in Newcastle angestellten Versuchen wurde eine Induction auf 920m Entfernung beobachtet. Darauf folgten Versuche in gröſserem Maſsstabe: Es wurden drei ziemlich parallele Linien gewählt; die 6 Drähte der mittleren Linie Durham-Darlington von 29km Länge wurden zu einer Gruppe verbunden und die darin an einem Sonntage gegebenen Signale konnten an den vier Enden der parallelen und isolirten Linien, von denen die einen 16km nach Osten, die andere 8km nach Westen ablag, gehört werden. Weitere Versuche mit zwei im Abstande von 65km annähernd parallelen Linien hielt Preece nicht für zuverlässig, weil die Erde als Rückleitung benutzt wurde. Auf zwei Linien, welche an der Grenze zwischen Schottland und England in 65km Entfernung von einander laufen (die eine bei Jedburg, die andere bei Gretna), wurden deutliche Störungen zufolge der Induction bemerkt.

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