Titel: Verfälschung von Safran.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 12 (S. 447–448)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi09_12
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Verfälschung von Safran.

Mehrfach ist die Ansicht ausgesprochen, daſs Safran (Crocus sativus) mit anderen Blüthentheilen, z.B. den Staubfäden von Crocus vernus, ja sogar mit Fleischfaser verfälscht werde (vgl. auch R. Kayser 1883 248 139. 1885 255 46). Niederstadt, welcher eine gröſsere Anzahl Safransorten untersucht hat, konnte jedoch derartige Vorfälschungen niemals auffinden. Dagegen wurde öfters ein zu hoher Feuchtigkeitsgehalt, sowie ein Zusatz von Kochsalz nachgewiesen. Ein von Barcelona als beste Sorte bezogener Safran enthielt z.B. 1,546 Proc. Chlornatrium, während unverfälschter Crocus nur 0,058 Proc. Kochsalz, auf das Gewicht des Safran berechnet, enthält.

Auch mit Glycerin oder Sandelholzpulver wird der Safran verfälscht. Das erstere gibt sich durch seine schmierige Beschaffenheit und sein Anhaften an Flieſspapier leicht zu erkennen. Um das Sandelholzpulver nachzuweisen, spült man den Safran mehrmals mit Wasser ab, läſst die Waschwässer absitzen und prüft den Bodensatz unter dem Mikroskope. Vorhandenes Sandelholzpulver läſst sich dann durch seine von der des Safran verschiedene Zellenbildung leicht unterscheiden. (Nach dem Archiv für Pharmacie, 1887 Bd. 225 S. 74.)

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