Titel: Vorrichtung zur Herstellung erhabener Schrift auf Rahmenleisten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 4 (S. 445)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi09_4

Vorrichtung zur Herstellung erhabener Schrift auf Rahmenleisten.

Um auf Rahmen für Bilder u. dgl. erhabene Schrift an bestimmten Stellen zu erzeugen, werden nach dem Vorschlage von W. Kehrberg und Tempel in Hamburg (* D. R. P. Kl. 38 Nr. 37017 vom 11. März 1886) entsprechend geschnittene Holzleisten an ihrer Oberfläche mit einer geraden Längsnuth versehen, deren Breite annähernd der Höhe der zu erzeugenden Schrift entspricht. Diese Nuth wird mit einer Mischung von Leim und Kreide oder einer ähnlichen, zur Herstellung von Bilderrahmen dienenden Masse ausgefüllt und die Leiste dann unter einer Walze durchgeschoben, auf deren Umfang die auf der Leiste zu erzeugende Schrift vertieft eingeschnitten ist. Um nun für die erhabene Schrift genügend Material dorthin zu schaffen, wo die Schrift erscheinen soll, ist an der Walze ein Wulst angebracht, dessen Breite mit derjenigen der Leistennuth übereinstimmt. Dieser Wulst kommt zuerst in Berührung mit der Masse und schiebt dieselbe in der Leistennuth vor sich her, bis er plötzlich da aufhört, wo die Schrift in die Walze eingeschnitten ist. Die Walze prägt sich dann auf der Leiste erhaben aus, während ihre Grundfläche in gleicher Höhe mit den Oberflächen der die Nuth begrenzenden Kanten erscheint, ebenso wie der noch übrige Theil der Leiste, über welchen der glatte Umfang der Walze hinweggleitet.

Den zuerst unter die Walze geführten Theil der Leiste, aus welchem das Material durch den Wulst hinweggedrängt wurde, füllt man schlieſslich wieder an und streicht die Masse glatt, wonach die Schrift einen Körper mit der Leistenfüllung bildet, während früher die Buchstaben einzeln aufgeklebt werden muſsten und deshalb leicht abzustoſsen waren.

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