Titel: Lugo's Telephon.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 7 (S. 446)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi09_7

Lugo's Telephon.

Um ein Telephon herzustellen, womit man auf groise Entfernungen sprechen kann, hat Orazio Lugo in New-York nach der Lumière électrique, 1886 Bd. 22 * S. 141 die elektromagnetische Wirkung einer Spule auf eine Schallplatte mit der telephonischen Wirkung eines Condensators vereinigt. Die letztere Wirkung hat Prof. Dolbear (vgl. S. 305 d. Bd. sowie 1883 248 * 162) in sehr einfacher Weise so ausgenutzt, daſs er die eine von zwei beweglichen, einander sehr nahe gestellten Platten unmittelbar mit der Leitung verband. Das Telephon von Lugo enthält einen gewöhnlichen Stabmagnet; an dem einen Ende ist der Magnet gegenüber der Platte von einer Drahtrolle umgeben, welche in die Telephonleitung eingeschaltet wird. Um die Rolle herum liegen 40 bis 50 kreisförmige metallene Platten, welche durch Papier o. dgl. gegen einander isolirt sind; die Platten ungerader Nummer sind mit dem einen, die Platten gerader Nummer mit dem anderen Ende der Rollenbewickelung verbunden; die Platten bilden also einen sprechenden Condensator. Dieses Telephon soll sich besonders zum Sprechen auf groſse Entfernungen eignen. Der Condensator verstärkt oder schwächt im umgekehrten Verhältnisse seiner Ladung, die demselben durch eine in die Linie eingeschaltete, hinreichend kräftige galvanische Batterie ertheilt wird, die magnetische Sättigung des Stahlmagnetes. Die Entladung des Condensators neutralisirt zugleich die statische Ladung der Leitung.

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