Titel: Einwirkung von Schwefel auf Ammoniak und einige Metalloxyde bei Gegenwart von Wasser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 10 (S. 495–496)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi10_10

Einwirkung von Schwefel auf Ammoniak und einige Metalloxyde bei Gegenwart von Wasser.

Nach Senderens wirkt der Schwefel, entgegen den Angaben von Brunner (vgl. 1858 150 371) auch bei gewöhnlicher Temperatur bei längerer Berührung auf Ammoniak ein unter Bildung des Hyposulfites und eines Polysulfides. Bei Berührung mit der Luft setzt sich aus der Lösung Schwefel ab. Die gleiche Reaction findet sowohl in der Wärme, wie in der Kälte statt bei Anwendung der wässerigen Lösungen der alkalischen Erden; für die Alkalien ist diese Einwirkung schon früher vom Verfasser (vgl. auch Filhol und Senderens, Comptes rendus, 1883 Bd. 96 S. 839) nachgewiesen worden.

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Die Annahme, daſs der Schwefel auf die Oxyde der anderen Metallgruppen nicht einwirke, oder eine Reduction des Oxydes zu Metall bewirke unter Oxydation des Schwefels zu Schwefelsäure ist nach Senderens nicht richtig. Silberoxyd und Bleiglätte geben in zugeschmolzenen Röhren mit Schwefel und Wasser auf 100° erhitzt Sulfide und Sulfate. Auch in Wasser völlig unlösliche Oxyde, wie Mennige, Quecksilberoxyd und Kupferoxyd, liefern dieselben Verbindungen. Dagegen wird Eisenoxyd sehr wenig, Zinkoxyd überhaupt nicht zersetzt. Diese Thatsache findet vielleicht ihre Erklärung in der hohen Bildungswärme des Eisenoxydes und Zinkoxydes. (Nach den Comptes rendus, 1887 Bd. 104 S. 58.)

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