Titel: Prüfung von Alkalibicarbonaten auf Alkalimonocarbonate.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 11 (S. 496)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi10_11

Prüfung von Alkalibicarbonaten auf Alkalimonocarbonate.

E. Kuhlmann bedient sich zum Nachweise von kohlensauren neben doppelt kohlensauren Alkalien organischer Farbstoffe mit Säurecharakter, welche in Monocarbonat löslich, in Bicarbonat unlöslich sind. So löst sich z.B. Alizarin in Monocarbonaten mit purpurroter Farbe; doch kann dieses Verhalten nur zur qualitativen Unterscheidung verwendet werden, weil die Färbung nur mit concentrirten Alkalicarbonatlösungen eintritt. Das schon mehrfach empfohlene Phenolphtaleïn, welches sich bekanntlich mit Alkalicarbonat roth färbt (vgl. 1882 243 487), hält Verfasser für Zwecke des Handels für zu empfindlich, da die Rothfärbung schon eintritt, wenn das Bicarbonat nur 0,23 Proc. Monocarbonat enthält.

Am besten geeignet ist, wie Kuhlmann im Archiv der Pharmacie, 1887 Bd. 225 S. 72 berichtet, die Rosolsäure (vgl. 1883 250. 182. 531). Versetzt man eine concentrirte Lösung von reinem Natriumcarbonat mit einem Körnchen Rosolsäure, so bleibt die Flüssigkeit selbst nach ¼ stündigem Stehen völlig farblos. Enthält das Bicarbonat hingegen 1 bis 4 Proc. Monocarbonat, so tritt nach wenigen Augenblicken Rosafärbung ein und bei Anwesenheit gröſserer Mengen von Monocarbonat erscheint die Färbung sofort und geht in Purpurroth über. Gegenüber Kaliumbicarbonat ist in Folge der gröſseren Löslichkeit dieses Salzes die Reaction noch empfindlicher.

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