Titel: Nachweis geringer Mengen Albuminstoffe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 12 (S. 496)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi10_12

Nachweis geringer Mengen Albuminstoffe.

R. Palm empfiehlt als beste Reagentien auf Eiweiſsstoffe folgende Verbindungen: Ferriacetat, welches vorher durch Erhitzen mit Eisenoxydhydrat basisch gemacht wurde, fällt in alkoholischer Lösung bei gelindem Erwärmen auch die geringste Menge von Eiweiſsstoffen vollständig. Eine Lösung von basisch essigsaurem Kupfer in Alkohol bewirkt ebenfalls Fällung des Eiweiſs. Man löst den Niederschlag in Essigsäure oder Milchsäure, versetzt mit etwas Natronlauge und erhitzt zum Sieden; bei Gegenwart von Albuminstoffen im Kupferniederschlag findet sofort Reduction des Kupfersalzes statt. Bleichlorid oder Bleiessig, in Alkohol gelöst, fällen gleichfalls die Eiweiſsstoffe und die hierbei entstehenden farblosen Niederschläge haben den Vorzug, daſs sie die Adamkiewicz'sche Reaction auf Albuminstoffe (violette Färbung bei Zusatz von Eisessig und Schwefelsäure) gut erkennen lassen. Am schärfsten gelingt der Nachweis von Eiweiſsstoffen mit frisch gefälltem Bleioxydhydrat, welches bekanntlich in reinem Wasser beim Erhitzen etwas löslich ist. Diese Lösung fällt Eiweiſs noch in einer Verdünnung von 1 Th. Eiweiſs in 500000 Th. Wasser, besonders dann, wenn man der Mischung etwas Alkohol zufügt. Im Bleiniederschlage wird das gefällte Albuminat mittels der Adamkiewicz'schen Farbenreaction nachgewiesen. (Nach der Zeitschrift für analytische Chemie. 1887 Bd. 26 S. 35.)

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