Titel: Verbesserung bei der Jodgewinnung aus Kelp.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 9 (S. 495)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi10_9

Verbesserung bei der Jodgewinnung aus Kelp.

Bekanntlich werden zur Jodgewinnung aus Kelp die durch Auslaugen und Eindampfen gewonnenen Salze mit Schwefelsäure und Braunstein oder Kaliumbichromat erhitzt. Hierbei entstehen in Folge der Zersetzung von Chloriden und Bromiden neben Jod auch Chlorjod und Bromjod. Vitali hat nun gefunden (L'Orosi, 1886 S. 325 nach dem Archiv für Pharmacie, 1887 Bd. 225 S. 89), daſs man diese Nebenreactionen vermeiden und nur die Jodide zerlegen kann, wenn man, unter Beiseitelassung der Schwefelsäure, die Salze mit Kaliumbichromat auf Rothglut erhitzt; dabei verläuft die Umsetzung nach der Gleichung: 6JK + K2Cr2O7 = 6J + 4K2O + Cr2O3. Vitali empfiehlt ferner, die Algen vor dem Einäschern mit einer Kaliumcarbonatlösung zu tränken, damit bei der nachfolgenden Behandlungsweise sämmtliche Jodmetalle in Jodkalium übergeführt werden, welches nicht flüchtig ist und deshalb zu keinen Jodverlusten Veranlassung gibt, (Vgl. auch E. Stanford 1886 259 192.)

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