Titel: Scriven's Blechkanten-Hobelmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 2 (S. 539)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi11_2

Scriven's Blechkanten-Hobelmaschine.

Eine von Scriven und Comp. in Leeds gebaute Blechkanten-Hobelmaschine weicht nach Engineering, 1886 Bd. 41 * S. 593 insofern von der sonst üblichen Construction ab, als eine Einrichtung vorgesehen ist, um gleichzeitig zwei winkelrecht zu einander stehende Randseiten einer Blechplatte abzukanten. Zu diesem Behufe besitzt die Maschine zwei selbstständige, senkrecht zu einander liegende, für Vor- und Rücklauf mit offenen und geschränkten Riemen versehene Antriebe. Jeder derselben hat eine Festscheibe, welche zwischen zwei Losscheiben von doppelter Riemenbreite liegt und die Schraubenspindeln für die Verschiebung der Stäbe bethätigt. Der Werkzeugschlitten für die lange Blechseite läuft auf einer wagerechten Wange und wird durch eine 100mm starke Stahlspindel, auf deren Fortsetzung die Riemenscheiben stecken, bewegt. Die Wangenebene liegt bloſs ein wenig tiefer als der Aufspanntisch. Die Bleche werden zwischen diesem und dem Brückenträger mit Böckchen und Druckschrauben geklemmt. Die Querwange für die Führung des Werkzeugschlittens zum Hobeln der kürzeren Seite der Blechplatten ist am rechten Ständer in höherer Lage angegossen, so daſs der Stichelkasten des Schlittens etwas herabhängt. Da ferner die Riemenscheibenachse des Antriebes dieses quer bewegten Schlittens parallel zur Antriebsachse der Längsbewegung liegt, so müssen Winkelräder den Antrieb der Schraubenspindel der Querstange vermitteln. Auf den Ausrückstangen verstellbare Anschlagklötzchen veranlassen die Riemenverschiebung, welche durch Schwunggewichte unterstützt wird, weil die lebendige Kraft der bewegten Werkzeugschlitten zu gering ist, um die ganze Riemenverschiebung zu vollenden. Maschinen, welche für das Abkanten der Bleche für den Schiffbau bestimmt sind, erhalten vollständige ausgebildete Werkzeugsupporte.

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