Titel: Schanzenbach's Schalldämpfer für Klaviere.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 3 (S. 539–540)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi11_3

Schanzenbach's Schalldämpfer für Klaviere.

Eine Einrichtung, welche namentlich die Belästigung der Mitbewohner oder Nachbarn von Klavierspielern beseitigen soll, hat H. Schanzenbach in Stuttgart (* D. R. P. Kl. 51 Nr. 35809 vom 11. Juli 1885) in einem Schalldämpfer getroffen, welcher seiner Einfachheit, Billigkeit und der bereits erprobten sicheren Wirkung halber Beachtung verdient. Dieser Schalldämpfer besteht aus einer Schiene, welche unmittelbar über der Anschlagstelle der Klavierhämmer quer vor den Saiten schräg zu denselben verschiebbar ist und zwar |540| mit Hilfe des sonst unbenutzten linken sogen. Pedals, wobei eine Feder die Schiene immer in ihre Ruhelage zurückzuziehen sucht. An der Schiene hängen Streifen feinen Flanelles herab, welche beim Niedertreten des Pedals zwischen die Hämmer und Saiten an der Anschlagstelle der ersteren kommen und den hervorgebrachten Ton mildern. Die Flanellstreifen sind über einander so angeordnet, daſs bei einem stärkeren Drucke auf das Pedal, also einer gröſseren Verschiebung der Schiene mit gleichzeitiger Senkung, eine dickere Flanellschicht zwischen Hämmer und Saiten tritt, also durch eine verschiedene Einstellung der Schiene der Dämpfungsgrad der Töne geregelt werden kann.

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