Titel: Flammrohranordnung für Verdampfpfannen der Chlorkaliumfabrikation.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 263/Miszelle 9 (S. 590–591)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj263/mi263mi12_9
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Flammrohranordnung für Verdampfpfannen der Chlorkaliumfabrikation.

Textabbildung Bd. 263, S. 591
Die Pfannen zum Eindampfen von Mutterlauge bei der Chlorkaliumfabrikation haben drei Flammrohre, von denen, wie beistehend veranschaulicht ist, das mittlere Rohr a den doppelten Querschnitt der beiden seitlichen Rohre b besitzt. Die Flamme schlägt zunächst durch das Mittelrohr nach hinten und zieht durch die Seitenrohre nach vorn zurück. Bisher waren die Flammrohre an beiden Stirnwänden der Pfanne angenietet, wodurch leicht eine Spannung und ein Undichtwerden der Rohre veranlaſst wurde. Um diesen Uebelstand zu beseitigen, werden nach Angaben vom Salzbergwerke Neu-Staßfurt in Löderburg bei Staſsfurt (* D. R. P. Kl. 62 Nr. 37815 vom 11. Mai 1886) die Flammrohre nur an der vorderen Stirnwand der Abdampfpfanne angenietet und dieselben am hinteren Theile durch die Stutzen c unter einander verbunden. Die Rohre sind daher hinten vollständig verschlossen, an der hinteren Stirnwand nicht angenietet und können sich folglich frei und unabhängig von dem Mantel der Pfanne ausdehnen. Um das beim Verdampfen der Mutterlange sich ausscheidende Chlornatrium aus der Pfanne leicht entfernen zu können, sind die Pfannen mit einem nach der Mitte zu geneigten Boden d und an der tiefsten Stelle mit einer Schnecke s versehen. Durch Drehung derselben wird das Salz, welches sich in dem unteren Theile der Pfanne bis an das Flammrohr a ablagert, aus der Pfanne entfernt und kann auf diese Weise leicht gewonnen und weiter verarbeitet werden.

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