Titel: Savyer's Flächenausmeſsapparat für Häute u. dgl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264 (S. 325)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/ar264102

Savyer's Flächenausmeſsapparat für Häute u. dgl.

Mit Abbildung auf Tafel 19.

Zum Ausmessen von Lederhäuten bedient sich die Savyer Leather Machine Company in Boston (vgl. Englisches Patent 1885 Nr. 13296) eines Apparates, bei welchem der Gesammtflächeninhalt der Haut durch Zusammenzählen der Länge einzelner paralleler Streifen erhalten wird.

Die auszumessende Haut wird auf einem Tische A (Fig. 31 Taf. 19) durch die am Ende desselben gelagerten Walzen B, B1, welch erstere beständig umläuft und die Haut durch ihre rauhe Oberfläche mitzunehmen sucht, vorgeschoben. Nahe an der Walze B oberhalb derselben hängen in einer Reihe Scheiben C mit rauhen Rändern in solcher Entfernung von einander, als die Breite der Längsstreifen beträgt, nach welchen die Haut auszumessen ist. Die Scheiben C, welche ein Zahnrad D tragen, sitzen lose drehbar auf Zapfen der Hebel E, die bei F durch Federn angepreſst mit einer Spitze aufruhen. Für gewöhnlich werden die Scheiben C von der Walze B nicht mitgenommen:, führt man jedoch eine Haut zwischen die Scheiben und die Walze ein, so findet ein Mitdrehen der ersteren statt. Durch die Lederstärke werden die Scheiben C etwas ausgehoben, so daſs die Triebe D zum Eingriffe mit Zahnrädern G kommen, zumal letztere gleichzeitig niedergelassen werden. Die Räder G sitzen an den Enden der zweiarmigen, um die Zapfen c drehbaren Hebel 27, welche auf der anderen Seite mit den Enden der Hebel E verbunden sind. Beim Aufwärtsgehen des rechten Endes von E senkt sich demnach das linke Ende von 27. An den Rädern G sitzen Rollen K, auf welchen die Enden der über Leitrollen auf den Zapfen c geführten Bänder L befestigt sind. Bei der von den Getrieben D vermittelten Drehung werden durch Aufwickelung dieser Bänder L Hebel I angezogen. Die Schwingungen dieser Hebel I werden summirt auf einen zweiten Hebel N übertragen, welcher einen Zeiger M bewegt und durch dessen Ausschlag auf einem Zifferblatte den Flächeninhalt der Haut angibt. Die Räder G sind, sobald sie nicht weiter mitgedreht werden, durch Sperrklinken O festgehalten; wenn aber vor Beginn einer neuen Messung diese Klinken durch Ziehen an ihren Schnuren ausgehoben werden, so ziehen Federn die Hebel I und damit die Räder G in ihre Anfangsstellung zurück.

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